Beim Sport auf auseichend Flüssigkeitszufuhr achten!


Thermometer bei 36 Grad Celsius

Zwischen 15.30 und 18.30 Uhr sollte man keinen Sport machen. Der Hitzepunkt ist am Nachmittag am höchsten. Ab 20 Uhr ist es wieder besser. Für alle, die dennoch in der prallen Sonne auflaufen und voraussichtlich bei Temperaturen um mehr als 35 Grad auf dem Platz stehen, gilt: Flüssigkeit, Flüssigkeit, Flüssigkeit. Am besten sind isotonische Getränke, die den Elektrolythaushalt wieder auffüllen. Auf gar keinen Fall darf nur reines Leitungswasser getrunken werden. Beim Ironman 2015 gab es deshalb einen Todesfall, als ein Athlet  ausschließlich Leitungswasser getrunken und so nicht genügend Mineralien aufgenommen hatte. Im Ziel war der Sportler zusammengebrochen und ist wenige Tage später verstorben.

 

Flüssigkeit ist das A und O, um der Dehydrierung vorzubeugen. Ob stilles Wasser oder Mineralwasser mit Kohlensäure spielt dabei keine Rolle. Alkoholische Getränke sind, auch am Vorabend, nicht zu empfehlen. Der Körper reagiert dann noch einmal viel stärker auf die Hitze. Da Alkohol die Flüssigkeitsbilanz verschlechtert und auch die Urinabgabe anregt, ist der Konsum kontraproduktiv. Das gilt es auch im Nachhinein zu bedenken, wenn bei vielen Amateurkickern ein Sieger- oder Verliererbier auf dem Programm steht. Bei der Ernährung sollte man sich ausnahmslos an leichte Kost halten. Vitamine sind wichtig, zudem muss eine Unterzuckerung vermieden werden.

 

Die gesundheitlichen Folgen bei der derzeitigen Hitze können enorm sein. Durch die Dehydrierung kommt es zum einen zu Leistungseinbußen, zum anderen kann es auch richtig gefährlich werden, wenn es zum Beispiel zu Stoffwechselproblemen oder einem Hitzekollaps kommt. Vor allem Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes sind besonders gefährdet. Sportler sollten daher unbedingt auf die Warnsignale, die der Körper sendet, achten und diese auch ernst nehmen. Ganz klassisch ist dann eine Benommenheit. Man nimmt Dinge nicht mehr wahr, fühlt sich nicht wohl, die Aufmerksamkeit lässt nach und die Konzentration schwindet. Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel können auftreten.

 

Wer über solche Beschwerden klagt, sollte sofort reagieren. Kühlendes Wasser kann dabei schnell helfen. Viele Vereine stellen daher bei heißen Spielen im Sommer Eimer mit Wasser an den Seitenrand. Wichtig ist einfach, dass man sich Abkühlung verschafft. Diese sollte aber nur lokal ausfallen, also nur an einzelnen Stellen. Den Kopf mit kaltem Wasser kühlen beispielsweise oder auch die Unterschenkel nass machen.

 

Dringend abzuraten ist davon, sich direkt unter eine kalte Dusche zu stellen. Da sich die Blutgefäße zusammenziehen, kann eine kalte Dusche eher das Gegenteil bewirken und für die Gesundheit gefährlich werden. Zudem verschafft eine kalte Dusche nur kurze Abkühlung, nach der eine erneute Hitzeentwicklung und Schweißbildung entsteht, die zum Flüssigkeitsverlust führt. Ratsam ist es daher, mit einer Wassertemperatur von 20 Grad zu duschen, die eher der Körpertemperatur entspricht.


Von der Hitze betroffen sind aber nicht nur die Fußballer, auch Leichtathleten oder Hockeyspieler gehen bei der Hitze ihrem Hobby nach. Basketballer und Handballer befinden sich derzeit ebenfalls in der Vorbereitung. Sie gehen zwar der prallen Sonne aus dem Weg, müssen dafür aber in der Halle ran  – und das ist kein bisschen
besser. Ganz im Gegenteil, draußen herrscht durch den Wind wenigstens ein bisschen Abkühlung. In den Hallen gibt es kaum frische Luft, das ist ein Riesenproblem.

 

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